Sorgsam schützen

Für das Lebensmittel Trinkwasser gelten sehr strenge Grenzwerte, die eine Beeinträchtigung der Gesundheit verhindern. Die Ursache für eine Belastung mit Nitrat ist oftmals eine Überdüngung der Böden durch die landwirtschaftliche Nutzung, sowie in verstärkter Tendenz auch über den Eintrag durch die Luft.
Nitrat ist leicht wasserlöslich und wird vom versickernden Niederschlag aus dem Boden in das Grundwasser eingetragen.
Auf Antrag des Wasserverbandes hat das Land Niedersachsen alle Wassergewinnungsgebiete zu Wasserschutzgebieten erklärt. Alles, was die Reinheit des Grund- oder Oberflächenwassers gefährden könnte, unterliegt hier strengen Vorschriften. Um die Brunnen in den Wassergewinnungsgebieten sind große, mehrstufige Schutzzonen festgelegt. Diese Festlegung der Wasserschutzgebiete ist nur für das Wasserwerk Ahausen zeitlich begrenzt und muss nach Ablauf neu beantragt werden. Alle anderen Schutzgebiete unterliegen keiner zeitlichen Begrenzung.
Um brunnennahe Ackerflächen einer intensiven landwirtschaftlichen Nutzung zu entziehen, wurden zusätzlich Flächen in Wassergewinnungsgebieten von uns gezielt angepachtet oder gekauft und an ortsansässige Landwirte mit Auflagen zur grundwasserschonenden Nutzung verpachtet.

Vorsorge für ein natürlich frisches Vergnügen

Um die gute Wasserqualität langfristig sicherzustellen, arbeiten zudem Landwirte, Wasserbehörden und Wasserversorger eng zusammen. Landwirte, die ihre Felder im weiteren Umfeld der Brunnen haben, erhalten vom Land Niedersachsen Entschädigungen, wenn Maßnahmen zum Grundwasserschutz, wie längerfristige Flächenstilllegungen mit Mehraufwand oder Ertragseinbußen verbunden sind. (Besonders wichtig beim Grundwasserschutz)
Darunter fallen beispielsweise die Begrünung einer Ackerfläche nach der Ernte (Zwischenfruchtanbau), die Begrünung von Bracheflächen, die Umwandlung von Acker in Grünland oder eine Verringerung der Düngung.

Schriftgröße: AA+A++
Seitenbild