Kläranlage Neuenkirchen

Klärtechnik: Mechanisch, kontrolliert biologisch,
chemisch

Ziel: weitgehende Entfernung von Nährstoffen

Reinigungswirkung: Kohlenstoffverbindungen 97%, Stickstoff 98%, Phosphor 97%

Ausbaugröße: 15.000 EW (Einwohnerwerte)

Abwassermenge: 900 m³/Tag - 1000 m³/Tag

mittlere Belastung: 10.400 EW

Neubau: 1995

Anlagenteile und Anlagendaten:

Zulauf des Abwassers durch das Hauptpumpwerk von Neuenkirchen und das Hauptpumpwerk von Merzen

Feinrechen:

Zum Entfernen von Grobstoffen, mit Notumlauf, Filterstufenrechen
- Rechenbreite 1,00 m
- Stababstand 3 mm

Rechengutpresse:

Wäsche und Entwässerung des Rechengutes auf 35% TS
Rechengutwaschpresse, Durchmesser 350 mm
Durchsatzleistung 1,5 m³/H
Fäkalienreduzierung ca. 90 %

Belüfteter Sand- und Fettfang:

Länge: 12 m
Breite: 3 m
Tiefe: 2,90 m
Volumen: 44 m³

Entfernung von Sand und Fett mit Sandsaugräumung.
Abscheidung von Sandkörnern mit Durchmesser 0,2 mm zu 100 % und mit Durchmesser von 0,16 mm zu 90 %.

Sandklassierer:

- Entwässerung des Sandfanggutes
- Durchsatz von 35 m³/h
- Sandanfall rund 1,0 m³/Woche

Verteilerbauwerk:

Das Abwasser wird vom Sandfang kommend über verstellbare Bleche in die beiden Belebungsbecken geleitet. Nach Durchfluß der Belebungsbecken wird das Abwasser im Verteilerbauwerk zusammengeführt und über eine Abflußleitung zum Nachklärbecken transportiert.

Belebungsbecken:

zwei Belebungsbecken à 2700 m³ zur biologischen Reinigung des Abwassers.

Gesamtvolumen: V= 5400 m³
Membranbelüftung: 4 Drehkolbengebläse, Leistung je 37 kW
Umwälzung: je Belebungsbecken eine Brücke

Durchmesser: 28 m
Beckentiefe: 5 m
Wassertiefe: 4,40 m
Belüfterlänge 162,50 m

Nachklärbecken:

Durchmesser: 21 m
Beckentiefe: 5 - 5,70 m
Wassertiefe: 4,10 m
Volumen: 1100 m³

Rücklaufschnecke und Phosphatfällung (rechts):

Je nach Phosphorgehalt des Abwassers, der regelmässige gemessen wird, kann das Fällmittel Eisen-3-Chlorid, das in Behältern zwischengelagert wird, dem Belebungsbecken zugeführt werden.Damit wird die restliche Phosphorfracht aus dem Abwasser ausgetragen.
Chemische Phosphor-Fällung mit Eisen-3-Chlorid im Rücklaufschlamm.

Der im Nachklärbecken abgesetzte Belebtschlamm fließt über eine Rohrleitung zum Schneckenpumpwerk. Über die Schneckenpumpe wird ein Teil des Rücklaufschlammes wieder dem Belebungsbecken zugeführt.
Der überschüssige Schlamm wird im Schlammeindicker weiterbehandelt.

Schlammeindicker:

Eindickung des Klärschlammes auf 5 % bis 7 %, Leistung: 20 m³/h.

Unter Zusatz eines Flockungsmittels wird der überschüssige Belebtschlamm in einer langsam drehenden Schlammtrommel auf eine Trockensubstanz von maximal 7 % eingedickt.Von der maschinellen Eindickung aus wird der Klärschlamm in die Schlammspeicher gepumpt.

Schlammspeicher:

Zwei Schlammspeicher mit einem Volumen pro Speicher von 998 m³

Durchmesser: 16 m
Stauhöhe: 3.90 m
Volumen insgesamt: 1996 m³

Fäkalannahmestation und Fäkalschlammspeicher:

Durchmesser: 8 m
Wassertiefe: 4.50 m
Volumen: 230 m³

Der anfallende Fäkalschlamm aus Hauskläranlagen (3-Kammer-Gruben) wird über die Annahmestation in den Speicher gepumpt und kontinuierlich dem täglichen Abwasser zugeführt.

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